DER DOGENPALAST:
Der Dogenpalast ist ein Gebaeude in gotischem Stil. Das heutige Bauwerk wurde zum grossen Teil zwischen 1309 und 1424, auf einem vielleicht durch Filippo Calendario entworfenen Originalbau des 9ten Jahrhunderts aufgebaut. Giovanni und Bartolomeo Buon planten die sogenannte Porta della Carta, der imposante spaetgotische Eingang auf der Palasts Seite in Richtung Piazzetta. Der Palast war Sitz des Dogen sowie der Bueros von mehreren politischen Einrichtungen. Am ersten Stock fand man die Rechtsabteilungen: die Kanzlei, die Zensoren und die Schifffahrtsbueros. Am zweiten Stock den „Sala del Maggior Consiglio“ (Saal des Grossen Rats), den „Sala dello Scrutinio“ (Saal der Stimmenauswertung) und die Wohnung des Dogen. Am dritten Stock den „Sala del Collegio“ - Kollegiumsaal - (mit Gemaelden von mehreren Dogen, „Lepanto“ von Paolo Veronese und noch anderen Kunstwerken ausgeschmueckt), wo die auslaendischen Botschafter empfangen wurden. Und dann noch andere Zimmer, die durch Regierungsstrukturen als den „Consiglio die Dieci“ gebraucht waren. Hier findet man auch den „Sala della Bussola“ , wo die Stadtbevoelkerung schriftliche Beschwerd einlegen konnte, den „Sala dei Tre Capi“und das Zimmer des staatlichen Inquisitors. Aber der Saal des Grossen Rats ist vielleicht der grossartigste unter allen, urspruenglich Versammlungssaal fuer die gesetzgebende Koerperschaft. Alle Waende dieses breiten Raums sind mit Gemaelden, insbesondere Dogenportraets, voll tapeziert. Die hintere Wand wird in voller Breite von Jacopo Tintorettos Bild „Das Paradies“ von 1588–94 eingenommen, das als eines der flächenmäßig größten Ölgemälde der Kunstgeschichte gilt. Auch der weite Sala dello Scrutinio ist voller Dogenportaets und anderen bemerkenswerten Gemaelden, sowie „Lepanto“ von Andrea Vicentino. Auf der Rueckseite des Gebaeudes findet man die Seufzebruecke, die den Dogenpalast mit dem Gefaengnis verbindet.
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